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Probenkonzept

Grundannahme

Nach einem Schadensereignis bei dem Gefahrstoffe in die Umwelt eingetragen wurden kann es zur relevanten Frage werden wieviel Gefahrstoff in Nutzflächen vorhanden ist. Nur dann kann eine Aussage über die weitere Nutzung oder Verwendung getroffen werden. Für diese Aufgabe sind Umweltinstitute und Umwelt-Analytik Labors in unserer Dienstleistungsgesellschaft vorgesehen.
Um jedoch das Ergebnis einer Probe nach Eintrag von Gefahrstoffen richtig und fach- sowie sachgerecht zu interpretieren ist ein Vergleichswert notwendig. Dieser Vergleichswert stellt die Nullprobe dar. D.h. Idealisiert ist vor Eintragung des Stoffes vom zu untersuchenden Material eine Grundbelastung festzustellen. Nur wenn der Ausgangszustand sicher bekannt ist kann eine Interpretation der Ergebnisse auf das Schadensereignis erfolgen. Hier setzt die Probennahme der Feuerwehr an.
Die idealisierte Annahme Nullproben vor Eintragung der Gefahrstoffe zu entnehmen sind für Schadensereignisse nicht durchführbar. Um möglichst nah am Ausgangszustand zu bleiben, ist eine zeitnahe Probennahme notwendig. Dies kann in aller Regel ein Institut nicht überall rund um die Uhr sicherstellen. Nur die Feuerwehr ist zeitnah vor Ort und kann diese Aufgabe wahrnehmen.


Vorteile

Für die Öffentlichkeit, für Anwohner:

Im Bezug auf Imissionsgrenzwerte sind folgende Informationen gegeben. Aussagen über die weitere Nutzung von Flächen und Bepflanzung. Aussage über die Gesundheitsgefährdung. Bedarf an Reinigung, Dekontamination oder Entsorgung und die dazu notwendigen Maßnahmen.

Für den Verursacher:

Abschließende Proben, in Bezug gesetzt zur Nullprobe, geben Aussagen darüber welche Schadstoffe vom Schadensereignis ausgegangen sind und welche nicht. Dies führt zur Klarheit über Folgekosten für Reinigung, Dekontamination oder Ersatzleistungen.

Für die Gemeinde:

Die Frage des Kostenträgers für Nachsorgekosten wird beantwortet. Sekundäre Gesundheitsgefährdung für die Bevölkerungen können nachgewiesen oder ausgeschlossen werden. Sachgerechte und fundierte Information der Presse ist machbar.

Für die Feuerwehr:

Waren die Maßnahmen richtig? War der Schutz von Einsatzkräften und Bevölkerung ausreichend?

Auch wenn die Diskussion um Schadstoffe nicht sofort im Raum steht, kann die Feuerwehr Proben entnehmen. Sie kann dann zeitversetzt noch Informationen bereitstellen.

Die Erstellung des Konzeptes zur Probennahme der Feuerwehr. Es beschäftigt sich eine Arbeitsgruppe von interessierten Angehörigen der Gefahrstoffeinheit seit 1999 mit der Aufgabenstellung Probennahme. Zuerst wurde Kontakt aufgenommen zu einem Umweltlabor um die Vorgaben festzustellen und um erste Ideen und Eindrücke zu diskutieren. Z.Zt. steht die Ermittlung der notwendigen Zeiten an erster Stelle.


Es müssen folgende Aufgabenstellungen gelöst werden:


Wie kann die Feuerwehr verwertbare und rechtssichere Proben entnehmen?
Qualitätsmanagement und -sicherung.

Welche taktischen Maßnahmen sind dazu notwendig?

Wie kann das angehende Konzept modular aufgebaut werden? (Vgl. Messkonzept)

Wieviel Personal ist notwendig?

Wie kann das Personal rekrutiert werden?

Welche Ausbildung ist notwendig?

Was kann vorbereitet werden?

Wieviel Zeit wird benötigt?


Welche technischen Voraussetzungen müssen vorhanden sein?
Welche sind schon vorhanden? Welche noch geschaffen werden?

Wie kann die Probennahme standardisiert und somit vereinfacht werden?


Beobachtung des Informationsbedarfs der Öffentlichkeit/ Presse auswärtiger Schadensstellen.

Ableitung der möglichen Einsatzszenarien bei denen eine Probennahme sinnvoll erscheint.

Welche Probenarten und Menge sind hier zu entnehmen?