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Dekon-G

Erneuter Einsatz von Schutzkleidung und Gerät


Besteht die unabwendbare Notwendigkeit, Personal und Ausrüstung an ABC-Einsatzstellen erneut einzusetzen, wird wie folgt verfahren: Der Abschnittsleiter .Dekon. muss anhand von Materialbeständigkeitslisten und der Kontamination entscheiden, ob und womit eine Grobreinigung, ggf. mit notwendiger Folgebehandlung, und eine anschließende Weiterverwendung möglich ist. Z. B. kommt für einfache Schutzkleidung (Einmalanzüge), die gegen den Stoff nur kurze Zeit beständig ist, eine Dekontamination auch unter Katastrophenbedingungen nicht in Frage.Bei der Dekontamination von Schutzkleidung ist in jedem Fall darauf zu achten, dass eine Kontaminationsverschleppung in das Anzuginnere oder auf das Dekon-Personal verhindert wird! Die Anzüge sollten aus hygienischen Gründen innen mit einem geeigneten Desinfektionsspray behandelt werden. Auf eine ausreichende Einwirk- und Trocknungszeit ist zu achten. Diese kann erheblich sein!


Grundsätze

Direkt nach dem Einsatz ist eine Grobreinigung des eingesetzten Gerätes durchzuführen, wenn damit die Transportfähigkeit wieder hergestellt werden kann. Eine frühzeitige Dekontamination wirkt oft einer eventuellen Materialschädigung durch den Gefahrstoff entgegen. Bei A-Einsätzen ist eine Freimessung durchzuführen. Grobgereinigtes und ungereinigtes Gerät muss vor Ort in geeigneter Weise verpackt (z.B. in Foliensäcke) und gekennzeichnet werden (z. B. Anhänger / Aufkleber mit Einsatzort, Datum, Inhalt, ggf. Art der Kontamination). Es verbleibt grundsätzlich im Absperrbereich bis die zuständige Fachbehörde über das weitere Vorgehen entschieden hat. Ist eine Dekontamination nicht möglich oder nicht wirtschaftlich, so ist das Gerät zu entsorgen. Im Rahmen der Einsatznachbereitung ist eine fachgerechte Gerätedekontamination durch Fachfirmen durchführen zu lassen.


Einsatzgeräte

Der Transport der grob dekontaminierten Geräte darf nicht in Mannschaftsräumen von Fahrzeugen durchgeführt werden. Dieses Verbot gilt auch für den Laderaum geschlossener Fahrzeuge (z. B. Kleintransporter), wenn keine gasdichte Abtrennung zum Fahrerraum besteht! Bei Einsätzen mit radioaktiven Gefahrstoffen hat eine Frei-Messung zu erfolgen. Wird die dreifache Nullrate überschritten, gilt das Gerät als kontaminiert. Im Zweifelsfall ist eine Kontamination anzunehmen. Über die weitere Verfahrensweise mit radioaktiv kontaminierten Geräten entscheidet (schon vor dem Transport!) die zuständige Fachbehörde. Gebrauchte Geräte dürfen erst wieder eingesetzt werden, wenn sie fachgerecht gereinigt und überprüft worden sind. Die Kontaminationsfreiheit ist durch eine Fachfirma zu bestätigen. Bei Ereignissen mit außergewöhnlichem Gerätebedarf (Katastrophen) muss stoff- und lageabhängig entschieden werden, ob und wie nicht vollständig gereinigte Geräte unmittelbar erneut eingesetzt werden können.


abschließende Maßnahmen

Gefahrstoffe werden zur unmittelbaren Gefahrenabwehr und aus Gründen des Umweltschutzes- soweit dies technisch möglich ist - von der Feuerwehr aufgenommen. Nach sicherer Verpackung verbleiben diese grundsätzlich vor Ort im Gefahrenbereich. Die Entsorgung ist durch den/die Eigentümer/zuständige Behörde zu veranlassen. Die Einsatzstelle (der Gefahrenbereich) wird von der Feuerwehr an die zuständige Behörde übergeben (z.B. zuständige Umweltbehörde, Wasserbehörde, etc.).